Die Grabstätte von Herbert Burkhardt
Unser Vater Herbert Burkhardt wurde im Januar 2025 auf dem Friedhof in Windenreute beigesetzt.
Das Grabmal wurde von seinem Sohn Peter Burkhardt geschaffen. Die Grabumrandung besteht aus dauerhaftem Robinienholz. Die Stele ist ein Stück von einem Egoutteur, den Herbert von seinem ehemaligen Arbeitgeber, der Papierfabrik Sonntag in Emmendingen, retten konnte.
Dieser spezielle Egoutteur zeigt "Sonntag Fliesen", die als Wasserzeichen in Banknoten eingedrückt wurden. Die Plakette mit dem Namen ziert die Zeichnung des Wasserzeichens "Abnoba", ebenfalls aus der Papierfabrik Sonntag.
Nachruf der Muettersproch-Gsellschaft
In "Alemannisch dunkt üs guet" Ausgabe 1/2025. https://www.alemannisch.de/
Wänner uf's Bild klicke kennener's besser läse.
Nachruf der Hachberg-Bibliothek
https://www.hachberg-bibliothek.de/aktuelles/nachruf-auf-herbert-burkhardt/
Am Jahresende ist Herbert Burkhardt, Kulturpreisträger und Gründungsinitiator der Hachberg-Bibliothek, im Alter von 89 Jahren verstorben.
„Das Leben ist eine Vielseitigkeitsprüfung“ ist die Überschrift der von seinem Sohn Rainer publizierten Webseite (https://www.herbert-burkhardt.de/). Diesem Motto folgend haben wir ihn in der Hachberg-Bibliothek erlebt.
Geboren wurde Herbert Burkhardt 1935 in seinem Elternhaus in Niederemmendingen. Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann verbrachte er die Berufsjahre zunächst in der Emmendinger Papierfabrik Sonntag, anschließend in der Kollmarsreuter Firma Ehret, um dann als Prokurist im Freiburger Verlag Herder bis zum Rentenalter beschäftigt zu sein. Diese verantwortungsvolle Stelle führte ihn nicht nur in die Welt der Bücher, sondern gab vielfältige Gelegenheit, auf Geschäftsreisen andere Städte und Länder zu besuchen.
Wo einst die Niederemmendiger zur Kirche gingen
Papst Innocenz II. bestätigte anno 1136 durch eine Urkunde das Eigentum des Klosters Schuttern am Hofgut Wöpplinsberg. Wer der Vorbesitzer war ist unbekannt. Auf dem Gut stand die Peterskirche zu einem späteren Zeitpunkt wurde sie der heiligen Barbara geweiht. Zum Kirchspiel Wöpplinsberg gehörte neben Mundingen mit seinen außerhalb gelegenen großen Höfen auch Niederemmendingen, zeitweise auch Keppenbach, Glasig, Gutenrode und Am Tennenbach.
Im Zuge der Reformation im Hochberger Land im Jahr 1556 durch Kal II. Markgraf zu Baden und Hachberg wurde die Kirche evangelisch. Die 28 Gemeinden des Hochberger Landes haben die neue Lehre angenommen, nach dem Staatsgrundsatz "cuius regio, eius religio", d.h. wem das Land gehört der bestimmt die Religion.
Nachdem das Hofgut auf dem Wöpplinsberg über 500 Jahre dem Kloster Schuttern gehörte, überließ dieses dasselbe im Jahr 1666 durch Tausch gegen andere Besitzungen und Rechte dem Kloster Tennenbach. Die"Baupflicht" für die evangelische Kirche jedoch verblieb beim Kloster Schuttern. Da Tennenbach, wie auch die anderen Klöster, in der Säkularisation 1806 aufgehoben wirde, versteigerte der Badische Staat 1809 das Gut Wöpplinsberg für 20.200 Gulden an den Heimbacher Grafen Max von Ulm.
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